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26. Juni - Fr
Beginn: 20:30
Dauer: ca. 110 Minuten (inkl. Pause)

Konzert mit Lesung:
ROTZGLOCKNER! VERTONTE GEDICHTE AUS DEM LEBENSSEE

Walter Pilar – Rezitation; 
Max Nagl – Komposition und Holzblasinstrumente
; Martin Mallaun – Zither; 
Josef Novotny – Klavier, Harmonium, Elektronik
; Berndt Thurner - Schlagwerk

, Vokalensemble 4tunes (Ebensee)

Mit dem aus dem Thomas Bernhardischen Ohlsdorf gebürtigen, in Wien lebenden Saxophonisten Max Nagl und dem Linzer Schriftsteller Walter Pilar treffen zwei Künstlercharaktere von ebenso exquisitem wie unbeirrbarem Eigensinn und Originalität aufeinander. Ersterer: einer der vielseitigsten Instrumentalisten, Tonsetzer und Improvisatoren des Landes, im Jazz eine Musikerpersönlichkeit von internationalem Rang. Letzterer: querköpfiger Schriftsteller‚ ’skurrealer’ Sprachakrobat und Gesamtkunstwerker - in seinen eigenen Worten genauer: „KunstWandWerker & Rauminstallatör”. Ein Künstler, in dessen Werk sich Autobiographisches und Einflüsse aus allen möglichen europäischen Regionen und Orten zwischen Litauen, Böhmisch Krumau/Český Krumlov und seinem Geburtsort Ebensee so widerborstig wie kunstvoll und poetisch verschränken. Seine vertonten Gedichte haben ihre Wurzeln in den dialektalen Verwerfungen, Redensarten und sprachlichen Fallgruben der Salzkammergutlandschaft um, vor und nach dem Traunsee.
(Peter Leisch)

Max Nagl
1960 in Ohlsdorf geboren, Klarinetten- und Klavierstudium in jungen Jahren, dann Klavierstudium am Brucknerkonservatorium Linz sowie ein Saxophonstudium am Konservatorium Wien. Max Nagl ist auf vielen Jazzfestivals in Europa mit eigenen Projekten und Bands präsent. Konzerttourneen führten ihn u.a. in die USA, nach Taiwan, Australien und Nordafrika. Auch als Komponist für zahlreiche Hörspiele und für Tanztheater ist Nagl hervorgetreten.
Max Nagl komponierte das Jazzmärchen Felix oder die Geschichte von einem, der auszog, das Gruseln zu lernen für die Volksoper Wien, die Operette Der 7. Himmel in Vierteln nach einem Libretto von Franzobel, im Museumsquartier Wien uraufgeführt und die Kinderoper Chamilo Chamäleon uraufgeführt vom Orchester und Chor des Musikgymnasiums Wien.
1999 mit dem Hans-Koller-Musikpreis ausgezeichnet, ist Nagl auf seinen oft filmisch collagierten CDs vor allem durch den souveränen Umgang mit unterschiedlichen Stilen hervorgetreten und führt Kompositionsaufträge für verschiedenste Ensembles durch.

Walter Pilar
ist 1948 in Ebensee geboren und lebt als Schriftsteller, Zeichner, “KunstWandWerker & künstlerischer Rauminstallatör” in Linz.
Seit 1968 zahlreiche Lesungen, Aktionen & Ausstellungen. Von 1978 – 1981 Mitherausgeber des „Traunsehers“, Einträge in Gipfelbücher, Beiträge in in- und ausländischen Kulturzeitschriften (Literatura ir Menas, Šiaurės Atėnai, Wespennest, Sterz, die Rampe, kursiv, der Literaturbote/Frankfurt etc.) & Anthologien; Ausstellungen im Stifterhaus (z.B. Walter Pilar in Krumau & anderswo, 2005), O.K.-Centrum für Gegenwartskunst (Die paradiesischen Ecken meines Lebens, Rauminstallation ‘92, der Karbach-Hochaltar, Rauminstallation ‘99) & Kunsthaus Bregenz (der Karbach-Hochaltar innerhalb von LKW 2000).
Walter Pilar wurde vielfach ausgezeichnet: 2012/2013 wurde ihm das Projektstipendium des Bundes zuerkannt, 2003 das Adalbert-Stifter-Stipendium der oberösterreichischen Landesregierung, 1990 wurde ihm der Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur verliehen.

Martin Mallaun, 1975 in Kitzbühel geboren, studierte Konzertfach Zither am Tiroler Landeskonservatorium bei Harald Oberlechner und Botanik an der Universität Innsbruck. Während und nach seinen Studien besuchte er Workshops im Bereich der historischen Aufführungspraxis (Hopkinson Smith, Rolf Lislevand, Jürgen Hübscher) und der zeitgenössischen Musik/Improvisation. Prägend für seine musikalische Entwicklung waren private Studien beim Lautenisten Hubert Hoffmann in Wien. Martin Mallaun arbeitet erfolgreich in völlig konträren Bereichen: zum einen untersucht er als Botaniker die Auswirkungen des Klimawandels im Hochgebirge. Zum anderen beschäftigt er sich als Zitherspieler mit einem breiten Spektrum an Musikstilen – von zeitgenössischer Musik über Volksmusik bis hin zu europäischer Lautenmusik. Er erhielt Engagements als Solist beim National Royal Scottish Orchestra, Orchestre National des Pays de la Loire und dem Orchestre de Picardie und entwickelte zahlreiche eigene Projekte. Martin Mallaun arbeitet derzeit als frei schaffender Musiker und Musiklehrer im Tiroler Musikschulwerk. Er konzertiert in zahlreichen Ländern - von Frankreich über Tschechien bis Japan - und ist Gast auf internationalen Festivals (u. a. Edinburgh International Festival, Münchener Biennale oder Klangspuren).

Josef Novotny, 1963 in Meggenhofen/Oberösterreich geboren, studierte an der Wiener Musikhochschule Orgel (Peter Planyavsky) und Komposition (Erich Urbanner). Josef Novotny ist als Komponist und Musiker im Bereich zwischen Jazz und Neuer Musik tätig, tritt bei verschiedenen Festivals im In- und Ausland auf, und beschäftigt sich mit Sounddesign und Live-Elektronik.
Zusammenarbeit mit Max Nagl, Burkhard Stangl, Achim Tang, Patrice Heral, Joanna Lewis, Jonathan Bepler, Thomas Lehn, hans w. koch, Katharina Klement, Hannes Löschel, Franz Hautzinger, Peter Herbert, Lol Coxhill, John Russell, David Tronzo, Gerry Hemingway, Tony Buck, Nader Mashayekhi, Julia Fischer, Elisabeth Harnik, Chris Abrahams, Jonas Hellborg, Dickson Dee, Park Je Chun, Nana Schulz, sofia v bustorff, Hemma Geitzenauer, Christina Zurbrügg, Lull, Kollegium Kalksburg, Ensemble Wien 2001, Aktionstheater Ensemble, Tanzfabrik Wien und anderen.

Berndt Thurner ist ein Schlagwerker mit ungewöhnlicher Bandbreite und Flexibilität, der sich gleichermaßen als Solist sowie in Ensemblebesetzungen beheimatet sieht. Das Ausführen komplexer Notationen und Improvisationsfreude stehen im Zusammenhang mit dem Studium des Jazz und der klassischen Musik. Seine Leidenschaft für Reisen in abgelegene Regionen bringen ihm immer wieder neue musikalische Eindrücke und auch ein sich ständig erweiterndes Instrumentarium.
Auftritte bei zahlreichen renommierten Festivals (wien modern, Witten, Donaueschingen, Darmstadt u.v.m.) kennzeichnen seine künstlerische Tätigkeit ebenso wie regelmäßige Auftritte mit international renommierten Ensembles.

Das Vocalensemble 4tunes aus Ebensee singt seit mehr als 15 Jahren aus Freude an der Musik bei diversen Feierlichkeiten und Vernissagen. Höhepunkte der vergangenen Jahre waren sicherlich ein Auftritt in Prato bei Florenz (Partnerstadt von Ebensee), sowie die Rotzglockner-Performance mit Walter Pilar. Sämtliche Mitglieder der 4tunes sind pädagogisch an verschiedenen Gymnasien, Berufsbildenden- und Mittelschulen beruflich tätig sowie privat bei lokalen Ensembles, Chören und Bands engagiert.
Christa Druckenthaner – Sopran
Gerti Knapp – Alt
Herbert Riedler – Tenor
Hermann Neuböck - Bass

Rotzenglockner Max Nagl (Foto: Johannes Novohradsky)7 WalterPilar_c_ Franz Wolfsgruber

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