2. Juli - Sabasket
Beginn: 20:30
Dauer: ca. 140 Minuten (inkl. Pause)

Konzert: ROLAND NEUWIRTH im Trio

“Des End vom Liad”. Schrammelig, ein wenig Blues, eine Ahnung Jazz und viele neue Töne …

Roland Neuwirth - Gesang und Kontragitarre
Doris Windhager - Überstimme
Marko Živadinović - Chromatische Knopfharmonika

Dieses Programm von Roland Neuwirth und den Extremschrammeln ist ein ganz besonderes: ihr letztes. Es ist ein Sprung, dessen Anlauf mehr als vierzig Jahre gedauert hat - so lange steht Neuwirth mit seiner Formation schon auf der Bühne. Er ist mit der dunklen Überstimme von Doris Windhager eine innige Gemeinschaft eingegangen und er lässt sich von der vitalen Knöpferlharmonika von Marko Živadinović den Rücken wärmen.
Roland Neuwirth hat die Essenz der Wiener Musik derart inhaliert, dass er ihre Grenzen jederzeit überschreitet, ohne ihr Hoheitsgebiet zu verlassen. Die Lieder in diesem letzten Programm kommen federleicht daher, gewiss, aber sie haben gleichwohl Gewicht, Volumen, Aura, auch einen Schuss Unvergänglichkeit. Sie fassen das Schaffen eines der großen Künstler Wiens zusammen!

Roland Jos. Leop. Neuwirth

Wienerliedkomponist & Autor Sänger & Kontragitarrist geb. am 31. Oktober 1950 in Wien.
Der Leiter der “Extremschrammeln” schrieb an die 300 Lieder für Duo- und Schrammelbesetzung, darüber hinaus Tänze, Walzer, und Neutöner, einige Orchesterwerke, Theater-, Film- und Hörspielmusik. Sein Ensemble besteht seit 1974 und hat bis dato 11 Tonträger eingespielt. Neuwirth steht mit seinem Ensemble für die Erneuerung des Wienerliedes, erhielt dafür 1984 den Sonderpreis der Stadt Wien, wurde 1994 mit dem Nestroy-Ring und 2002 mit dem Silbernen Ehrenzeichen der Stadt Wien geehrt.
Schon 1957 erster Versuch eines Gedichtes. 1963 autodidaktischer Beginn an der Gitarre, 1968 am Bass in diversen Jazzformationen, dann Blues und Rock, neben dem Brotberuf des Schriftsetzers in einer Partezetteldruckerei. 1973-1977 Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Währenddessen, auf die Idee seines Vaters hin, Gründung der „Neuwirth Schrammeln“ und Tätigkeit als Musiklehrer. 1983 Geburt der rockigen Schrammelmusik und durch einen Journalisten Umbenennung in “Extremschrammeln”. Ab etwa 1985 Berufsmusiker und seit 1988 exklusiv bei Warner Music Austria unter Vertrag. Nach der Fusion von Schrammelmusik und Pop-Sound auf seiner ersten Warner-CD “Guat drauf”, schließlich - nach oftmaligem Wechsel der Streicher - die neue klassische Besetzung mit dem spezifischen Klang: Roland Neuwirth (Gesang und Kontragitarre), Doris Windhager (Überstimme), Manfred Kammerhofer (1. Geige), Tscho Theissing (2. Geige) und Walther Soyka (chromatische “Knöpferl”-Harmonika). Seit Anfang 2003 spielt Gigi Skokan die chromatische Knopfharmonika.
Die höchste Auszeichnung erhielten seine Schrammeln nicht nur durch die Arbeit mit den Dichtern H.C. Artmann und Ernst Jandl, sondern, dass sie verstorbenen Fans die letzte Ehre erweisen durften. Neben der Herausgabe des Buches “Das Wienerlied” (Zsolnay) und einer CD-Anthologie “Die besten Schrammeln” mit historischen Aufnahmen (Trikont) ist Neuwirth immer wieder als Gastdozent an Schulen, darunter auch an der Wiener Musikuniversität, tätig. Neben regelmäßigen Tourneen durch Österreich, auch Konzertreisen in Deutschland, Kroatien, Bosnien, Frankreich, Griechenland, Afrika, den USA und Kanada. Zahlreiche Auftritte in Film und TV, zwei Fernsehportraits.

Doris Windhager

Eine Überstimme, wie man sie sich besser nicht wünschen kann: Sie bringt altes und neues Feeling gleichermaßen auf den Punkt; ihre Phrasierungskunst und ihr soundprägendes Timbre setzt sie kongenial ein. Das ist umso bemerkenswerter, als Roland Neuwirth bei den Live-Konzerten immer wieder spontane, neue Nuancen in seine Lieder einfließen lässt.
Doris Windhager ist längst auch bei anderen Wiener Musikgruppen sowohl für Live-Auftritte wie auch Studioproduktionen eine gefragte Gastsängerin.
Ebenso überzeugend prägt sie zunehmend auch solistisch das Hör- und Erscheinungsbild der Gruppe. Mit einem Augenzwinkern sagt sie selbst zu ihrer Zeit mit den Extremschrammeln:
“Die ‘eindrucksstärksten’ Momente vor und während meiner mittlerweile über 20- jährigen Laufbahn bei den Extremschrammeln sind: die Mitwirkung beim längsten Zopf der Welt in einer Gottschalk-Show in München, der Gitarrenunterricht bei Roland Neuwirth, der Geschmack eines Liedes auf der Zunge oder beim Singen zu lächeln.”

Marko Živadinović, Chromatische Knopfharmonika

Geboren 1979 in Velika Plana, Serbien, studierte er zunächst Akkordeon in Serbien, der Slowakei und Deutschland. In dieser Zeit gewann er zahlreiche internationale Wettbewerbe und spielte in vielen Musikprojekten.
Auf Vermittlung eines Freundes kam er im Sommer 2005 nach Wien und spielte bei den Extremschrammeln vor. Alle waren sofort begeistert und dachten, wenn alles gut ginge, würde er drei Monate und intensive Probenarbeit brauchen, bis zu seinem ersten Konzert. Wien hatte er immer nur kurz gestreift, auf dem Weg von Deutschland nach Serbien Montenegro, um einen Freund zu besuchen. Mit Schrammelmusik hatte er sich während seines Harmonika-Studiums nie beschäftigt. Doch schon 6 Wochen später saß er bei seinem ersten Konzert mit den Extremschrammeln auf der Bühne. Seitdem reißt er Publikum wie Mitmusiker mit sprühendem Spielwitz, großer Virtuosität und unbefangener Energie in seinen Bann und bereichert sowohl musikalisch wie menschlich die Neuwirth Extremschrammeln. Marko Živadinović spielt auf Settimio Soprani Akkordeons (www.settimiosoprani.it).

Roland Neuwirth

Zurück zur Spielplan-Übersicht.