1. Juli - Frbasket
Beginn: 20:30
Dauer: ca. 90 Minuten (inkl. Einführung, keine Pause)

Schauspiel: LENZ

Schauspiel nach Georg Büchner.
Gastspiel von Studierenden des Max Reinhardt Seminars.
Fassung und Regie: Simon Dworaczek (Vordiplom-Inszenierung)
Mit: Manuel Ossenkopf, Simon Harlan, Tony Marossek, Maria Lisa Huber, Clara Schulze-Wegener.

In einer Welt der geistigen Enge und der ökonomischen Maßstäbe gerät ein Leben, das sich keinem gesellschaftlich anerkannten Zweck unterordnet, in Bedrängnis. Die gegenwärtige Erfahrung wird belanglos, über Sinn und Unsinn, Glück und Unglück entscheidet nicht mehr das Subjekt, sondern ein System anonymer Mächte.
“Der Einzelne nur Schaum auf der Welle, die Größe ein bloßer Zufall, die Herrschaft des Genies ein Puppenspiel, ein lächerliches Ringen gegen ein ehernes Gesetz, es zu erkennen das Höchste, es zu beherrschen unmöglich. Es fällt mir nicht mehr ein, vor den Paradegäulen und Eckstehern der Geschichte mich zu bücken. Ich gewöhnte mein Auge ans Blut. Aber ich bin kein Guillotinenmesser. Das muß ist eins von den Verdammungsworten, womit der Mensch getauft worden.”

Georg Büchner (1813-1837) schrieb die Erzählung “Lenz” im Herbst 1835 angesichts seiner politischen Verfolgung im Exil in Straßburg. Er schildert darin die fortschreitende psychische Erkrankung des Sturm-und-Drang-Autors Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792) während des kurzen Aufenthalts beim Pfarrer Johann Friedrich Oberlin. In der Figur des Lenz zeigt Büchner ein letztes, verzweifeltes Aufbäumen gegen die Prinzipien einer zwanghaften Gesellschaft.
Simon Dworaczek spinnt in seiner Inszenierung das Thema weiter: Lenz ist die beschädigte Vernunft in einer verrückt gewordenen Gesellschaft.

Die Erzählung “Lenz” von Georg Büchner wurde mehrmals verfilmt. Wikipediaeintrag zu Georg Büchner

Simon Dworaczek

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Regiestudent, 3. Jahrgang,
Inszenierungen am Max Reinhardt Seminar:

  • Ulysses auf dem Flaschenfloß (Gilad Evron, Szenische Lesung, Nestroyhof Hamakom, 2014)
  • Nichts (nach Janne Teller, Festival TACT in Triest, 2015)
  • Traum ein Leben (nach Franz Grillparzer, Arthur Schnitzler, Thomas Bernhard, Thalhof Reichenau und MuTH Wien, 2015)
  • 1948 (Noya Lancet, Szenische Lesung, Theater Nestroyhof Hamakom, 2015)
  • PZ Lennestadt – Meggen: Plötzlich allein (Kriminalkomödie von Simon Dworaczek, 2010)
  • Frühlings Erwachen (eigene Bearbeitung nach Frank Wedekind, 2012)

Webseite des Max Reinhardt Seminars

Lenz MRS Foto Lukas Maul (1) copy Lenz MRS Foto Lukas Maul (2) copy Lenz MRS Foto Lukas Maul (3) copy

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