| 21. Juni - Do |
| Beginn: 20:30 |
| Spieldauer: ca. 90 Minuten (ohne Pause gespielt) |
Komödie von Yasmina Reza
Schauspieler: Peter Faerber (Marc), Oliver Huether (Serge) und Leopold Dallinger (Yvan)
Regie: Peter Faerber
Eine intelligente Komödie für ein breites Publikum: Männer, die über sich selbst, und Frauen, die über männliche Eitelkeit und Wehleidigkeit lachen können.
Die harmonische Freundschaft dreier Männer wird plötzlich durcheinander gewirbelt. Auslöser ist jedoch keine Frau, vielmehr ein Gemälde, ein Meter sechzig mal ein Meter zwanzig, weiß mit weißen Streifen. Dieses Bild stellt die Gefühle der drei Männer, letztlich sogar ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand. Die Autorin dringt auf eine Weise in die Abgründe männlicher Eitelkeit vor, dass man glauben könnte, sie wisse mehr über die Männer, als die Männer selbst.
Reza ist die meistgespielte zeitgenössische Dramatikerin. Ihre Stücke sind witzig, klug, provokant, ehrlich – gut. „Kunst“ fand beim Publikum eine überwältigende Resonanz. Es wurde in 40 Sprachen auf fünf Erdteilen aufgeführt.
Keine Komödie über Kunst, sondern der beste Männer-Witz seit langem. Für alle, die sich amüsieren UND nachdenken wollen.
Die Komödie reizt nicht nur zum Lachen; das Lachen ist Thema des Stückes.
Dazu die Autorin:
Das Drama von Kunst ist ja nicht, dass Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann. Und zum autobiografischen Hintergrund erzählt sie: Die Geschichte ist mir passiert mit einem Freund, der ein weißes Bild gekauft hat. Er ist Dermatologe, und ich habe dieses angesehen und ihn gefragt: „Wie viel hast du dafür bezahlt?“ Und er hat geantwortet: „Zweihunderttausend Francs.“ Und ich brüllte vor Lachen. Er allerdings auch. (…) Wir sind Freunde geblieben, weil wir lachten. Als er das Stück las, lachte er auch. Es hinderte ihn nicht daran, sein Bild weiterhin zu lieben. (…)
Leopold Dallinger
Erste Bühnenerfahrung sammelte er bei den Mozart Sängerknaben (Tourneen bis nach Japan), erhielt am Konservatorium der Stadt Wien seine Schauspiel und Musical-Ausbildung und ging nach der Diplomprüfung an die Städtischen Bühnen Regensburg. Danach spielte er in Bonn, Frankfurt und an den Berliner Kammerspielen. In Wien arbeitete er u.a. am Volkstheater (“Die Streiche des Scapin”), im Theater der Jugend (z.B. “Ein Sommernachtstraum”), im Ensembletheater (“Don Juan oder die Liebe zur Geometrie”), bei der Theater Gruppe 80, im Gloria-Theater, sowie im Metropol, wo auch sein Soloabend “Seltsame Liebeslieder” mit Otmar Binder am Klavier zu sehen war. Sommertheatererfahrung sammelte er u.a. bei den Festspielen in Stockerau, Perchtoldsdorf, Röttingen und den Kissinger Theatertagen. Im Fernsehen war er u.a. im “Kaisermühlen-Blues”, “Ringe des Saturn”, “Leute von St. Benedikt”, “Soko Kitz”, “Tatort” und im “Tor zur Hölle” zu sehen. Als Theaterregisseur ist Leopold Dallinger seit 2007 tätig. Zudem ist er seit zwölf Jahren Intendant des Sommertheaters Kitzbühel, wo er nach “XYZ”, “KUNST”, “Shakespeares sämtliche Werke – leicht gekürzt”, “Steine in den Taschen”, “Helden”, “Butterbrot”, “Ohio..- Wieso?!” und “Der Gott des Gemetzels” auch heuer wieder selbst auf der Bühne stehen wird, bei “Gut gegen Nordwind” unter der Regie von Peter Faerber.
Peter Faerber
Nach der Ausbildung am Brucknerkonservatorium in Linz war er viele Jahre an deutschen Theatern in festen Ensembles, die längste Zeit am Thalia Theater Hamburg. 1986 verlagerte sich seine berufliche Heimat immer mehr nach Wien, wo er seither als freischaffender Schauspieler und Regisseur lebt. Er spielte u.a. am Volkstheater, am Theater in der Josefstadt, bei den Vereinigten Bühnen Wien und in Stuttgart, wo er acht Mal pro Woche Musicalluft atmete (von “Les Miserables”, “Elisabeth” und “Tanz der Vampire”, bis “Die Schöne und das Biest” etc.), im Gloria Theater und im Theater Scala. Zuletzt konnte man ihn auf der Bühne unter anderem als “Sigmund Freud” in “Hysteria” sehen, als Fred Graham/Petrucchio in “Kiss me Kate!” und als “Womanizer-Zahnarzt” in der “Kaktusblüte”. Film und Fernseharbeiten komplettieren seinen Terminkalender. Von “SOKO Donau” bis “SOKO Kitzbühel”, von “Ein Fall für 2” über “Die Lottosieger” und “Schnell ermittelt”, bis “Willkommen in Wien”… Außerdem ist er ein gefragter Synchronsprecher (“Schindlers Liste”, “Klimt”, “Rudolf” etc.) und ständiger freier Mitarbeiter beim ORF, was seine Stimme beinahe noch bekannter gemacht hat, als sein Gesicht. “KUNST” inszenierte er für das Sommertheater Kitzbühel und ist darin auch in der Rolle des “Marc” zu sehen.
Oliver Huether
Ensemblemitglied im Theater in der Josefstadt in Wien. Dort war er in den letzten Jahren u.a. in “Die Kaktusblüte”, “Elling”, “Floh im Ohr”, “Run for your Wife” und zuletzt Franz Wittenbrinks “Eh Wurscht” zu sehen. In Wien spielte er außerdem im Theater in der Drachengasse, im Ensembletheater, im TAG, im Theater Scala und einige Jahre am Theater der Jugend.
In diversen Sommerfestspielen war er u. a. in Stockerau als “Georges” in “La Cage aux Folles” zu sehen, sowie in Retz als “Jedermann”, in Weitra als “Cyrano der Bergerac” und in Kottingbrunn als “Der Pirat”. Dem Fernsehpubikum ist er durch diverse Comedy Formate auf ATV bekannt, mit David Schalko hat er gerade die Dreharbeiten zu der neuen ORF-Serie “Braunschlag” beendet und letztes Jahr war er im Kino in der Satire “Todespolka” zu sehen.
Alle Fotos: © Markus Mitterer