14. Juli - Do
Beginn: 20:30
Spieldauer: 140 Minuten (inkl. Pause)

Klassisches Konzert

Klassikkonzert mit Künstlern aus der Schweiz und Österreich.
Programm: Werke von Johannes Brahms, Gustav Mahler, Philip Glass, Franz Schubert (Lieder)

MusikerInnen aus der Schweiz

Zurich Piano Quartett (Stiftung LYRA für hochbegabte MusikerInnen aus Zürich)

Programm: J. Brahms und G. Mahler

MusikerInnen aus Österreich

Programm: Philipp Glass und Franz Schubert

  • Boris Pavlovsky (Violine)
  • Magdalena Hofmann (Violine)
  • Georg Wiesinger (Viola)
  • Gabriel Hopfmüller (Cello)
  • Solistin: Stephanie Pfeffer

Programm-Übersicht

  • Johannes Brahms, Klavierquartett Nr. 1 Opus 25, g-moll (1863)
  • Gustav Mahler, Klavierquartett , a-moll (1876-1877)
  • Pause
  • Philip Glass (*1937): Streichquartett Nr. 3 (Mishima)
  • Franz Schubert (1797-1828), transkribiert für Stimme und Streichquartett von Georg Wiesinger: Erlkönig, D328; An die Musik, D547; Ganymed, D544; Rastlose Liebe, D138; Du bist Ruh, D776; Gretchen am Spinnrade, D118 (Sopran: Stephanie Pfeffer, Streichquartett);
    Der Hirt auf dem Felsen, D965 (Sopran: Stephanie Pfeffer, Cello: Gabriel Hopfmüller, Klavier: Georg Wiesinger)
  • Zugabe: Sergei Rachmaninov: Vocalise, op. 34

Johannes Brahms, Klavierquartett Nr. 1 Opus 25, g-moll (1863)

Bei dem Klavierquartett Nr. 1 von J. Brahms handelt es sich um ein hochromantisches Werk, in dem der dreissigjährige Komponist seine typische Lyrik ausgewogen und meisterhaft zwischen Klavier und Streichern in breiten Wellen entwickelten Themen musikalisch zu weben versteht. Dies verleiht dem Werk die Farbklänge, die Erhabenheit und Lebendigkeit grosser orchestraler Werke der Brahms’schen Romantik.

Gustav Mahler, Klavierquartett, a-moll (1876-1877)

Das Klavierquartett des jungen Komponisten ist ein spätromantisches Werk, das einerseits an die Brahms’sche Romantik erinnert, jedoch bereits modern anmutende Klangwelten entfaltet, welche in späteren sinfonischen Werken des Komponisten zur Blüte kommen. Dieses mit 17 Jahren komponierte Klavierquartett deutet bereits auf die Musik der Modernen des 20. Jahrhunderts.

Philip Glass, Streichquartett Nr. 3 (Mishima)

Mit seinen Opern, Symphonien, Kompositionen für sein eigenes Ensemble, Musik zu zahlreichen Filmen und durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Twyla Tharp, allen Ginsberg, Woody Allen und David Bowie, avancierte Philip Glass zu einem der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart. Seine Opern werden an jedem bedeutenden Opernhaus aufgeführt; seine mit Musik unterlegten Filme (u.a. “The Hours”, “The Trueman Show”) wurden mit Oskars prämiert: Philipp Glass schaffte es, sich ein Weltpublikum aufzubauen.
1937 in Amerika geboren, wird der Komponist als Urheber des “Minimalismus”, der “Minimal Music” bezeichnet. Von Minimalismus ist in seinem Œuvre jedoch wenig zu spüren: mehr als 20 Opern, acht Symphonien, zwei Klavierkonzerte, Ballettmusik, Violinkonzerte, Streich- und Saxophonquartette und Eröffnungswerke für die Olympischen Spiele spiegeln eine enorme Produktivität wieder. Philip Glas, im deutschsprachigen Raum eher verkannt, ist wohl der bekannteste Komponist unserer Zeit- und auch einer der umstrittensten.
Das Steichquartett Nr. 3 (Mishima) ist dem in Tokio geborenen, japanischen Schriftsteller und polistischen Aktivisten Yukio Mishima gewidmet. Die außergewöhnlichen Umstände seines Suizids veranlassten den Komponisten, ein mehrsätziges, groß angelegtes Streichquartett zu komponieren, die auch als Filmmusik für den von US-amerikanischen Regisseur Paul Schrader gedrehten Film “Mishima” verwendet wurde. Virtuos und in typisch glassscher Manier, entführt es das Publikum in die Welt der “Minimal Music” und lässt es subtil im Gedanken versinken.
G.A.W.

Quellen:
http://www.mstraesser.de/glass/ (l.z.g. Montag, 7. März 2011, 20:13 Uhr)
http://www.philipglass.com/bio.php (l.z.g. Montag, 7. März 2011, 20:13 Uhr)
http://www.philipglass.com/music/compositions/string_quartet_3.php (l.z.g. Montag, 7. März 2011, 20:29 Uhr)

Franz Schubert, Lieder

Die Nachwelt hat ihn ins Gemütliche und Idyllische entrückt: Schubert als Biedermeierkomponist, als “Schwammerl”, so die Trivialdichtung aus dem Dunstkreis des Dreimäderlhauses, als Liederfürsten und Wienerliedsänger. Tatsächlich reicht sein Schaffen von der behaglichen Lust am Musizieren bis zur Verzweiflung der zerbrochenen Existenz, von der Lebensfreude bis zur Todessehnsucht. Der Musikgeschichte schenkt er eine beinahe neue Gattung: das romantische Lied.
Wie schon Brahms niederschrieb, waren die über 600 Lieder von Schubert ein Geschenk für die Nachwelt. Mit 31 Jahren verstarb der österreichische Komponist und ließ dabei ein Gesamtwerk von über unzähligen Liedern, acht Symphonien, liturgische Musik, Opern und eine Vielzahl von Kammer- und Klavierliteratur zurück. Einen besonderen Rang nehmen die zahlreichen Vertonungen von Gedichten Goethes ein, der einige Proben zugesandt erhalten, jedoch nicht darauf reagiert hatte. Balladenhafte Lieder wie “Gretchen am Spinnrade” oder “Der Erlkönig” sind jedoch frühe Meisterwerke des romantischen Liedes und der Ballade.
Eine Zusammenstellung dieser Meilensteine, interpretiert von Stephanie Pfeffer, bilden einen Abriss häuslichen Musizierens, eine Intimität des bürgerlichen Musizierens; eine fordernde Aufgabe “kleinformatige Werke” als große Musik zu verstehen.
G.A.W.

Stephanie Pfeffer (AUT)

Gerade mit dem Alexander Young Award ausgezeichnet, absolviert die Österreicherin Stephanie Pfeffer zurzeit das letztes Jahr ihrer Bachelorausbildung am Royal Northern College of Music in Manchester (GB). Neben Auftritten bei dem BBC Mahler Festival in der Bridgewater Hall, gewann sie den John Petty English Song Wettbewerb. Weiters war sie als Coverbesetzung der Sandrina in Joseph Haydns L’infedelta delusa, (Dirigent: Hansjörg Schellenberger) tätig. Bevor ihrem Umzug nach England studierte die Sopranistin am Konservatorium Wien Privatuniversität, wo sie unter anderem bei dem Projekt Oper zum Anfassen die Rolle der Anne Truelove in Igor Stravinskys The Rake’s Progress am Theater an der Wien sang. Sie war Mitglied und Solistin verschiedener Chöre, unter anderem im Concentus Vocalis (Leitung: Herbert Böck), dem Chorus Sine Nomine (Leitung: Johannes Hiemetsberger) und der Capella Archangeli (Leitung: Wolfgang Sauseng). Im Sommer 2009 sang sie im Zuge der Sommerfestspiele Kittsee die Rolle der jungen Anna in Leo Falls Operette Der fidele Bauer.
G.A.W.

Stephanie Pfeffer Musiker aus der Schweiz

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