7. Juli - Sa
Beginn: 20:30
Dauer: 110 Minuten (inkl. Pause)

Konzert: FLÜSTERN - FEUER - FARBENPRACHT

Musik von Haydn bis heute

Mit:
Lech Antonio Uszynski (Viola)
Sebastian Bohren (Violine)
Olga Volkova (Violine)
Karolina Öhman (Cello)
Erika Öhman (Schlagzeug)

Die Siftung Lyra für hochbegabte MusikerInnen aus Zürich unterstützt junge herausragende Talente. Fünf dieser Künstler, die bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden, spielen für uns dieses besondere Programm.

In “Flüstern - Feuer - Farbenpracht” hören wir Musik von Haydn bis heute. Zum Teil für Streichquartett, zum Teil für Cello mit Marimba, japanische Klangschalen, Federtrommel und vieles mehr. Sie beginnen mit Haydn‘s fröhlichem “Lerchenquartett” aus dem Jahr 1790, dessen Namen sich aus der aufsteigenden Melodielinie der Violine zu Beginn des ersten Satzes herleitet. Danach hören wir raue, von Volksmusik inspirierte Klänge von Klaus Huber für Cello und Buk (traditionelle koreanische Trommel). Anschließend für Cello und Marimba “Tierkreis” von Karlheinz Stockhausen, bestehend aus zwölf Melodien zu den jeweiligen Sternzeichen des Tierkreises.
Heitere Leichtigkeit gibt es bei der“ Italienischen Serenade“ von Hugo Wolf, ein einsätziges Werk für Streichquartett mit viel Charme und Eleganz. Flüstern und entfernte Resonanzen hat der schwedische Komponist Esaias Järnegard in „Stones, Ash, Ash“ geschrieben, inspiriert von dem schummrigen schwedischen Winterpanorama. Feuer und Dramatik wird im Grand Union von Charles Wuorinen miterlebt. Mit dem “amerikanischen” Streichquartett von Antonin Dvorak, Musik von einer besonderen Intimität, sowie einer außerordentlichen Farbenpracht und Freude, schließt dieses besondere Konzert.

Programm:
Joseph Haydn: Streichquartett op. 64. Nr 5 D-Dur “Lerchenquartett”
Klaus Huber: Rauhe Pinselspitze für Cello und Buk (koreanische Trommel) (1992)
Karlheinz Stockhausen: Tierkreis, Werk nr 41 ½ (1975)
Hugo Wolf: Italienische Serenade für Streichquartett
Esaias Järnegard: Stones, Ash, Ash ( 2011)- österreichische Uraufführung
Charles Wuorinen: Grand Union (1976)
Antonin Dvorak: Streichquartett F-Dur Op. 96 “Amerikanisches Quartett”

Lech Antonio Uszynski
Lech Antonio Uszynski wurde 1986 als Sohn einer polnischen Musikerfamilie in Padova (Italien) geboren und wuchs in der Schweiz auf. Sein Studium begann er bei Prof. Ana Chumachenco an der Zürcher Hochschule der Künste und setzte dies bei Prof. Zakhar Bron fort, wo er 2007 sein Konzertdiplom erlangte. Ausserdem schloss er ein Kammermusikstudium mit Auszeichnung bei Prof. Gerard Wyss ab. Auf der Bratsche erhielt er wichtige musikalische Impulse von Maestro Rudolf Barshai.
Lech Antonio ist Bratschist im Stradivari-Quartett mit welchem er auf internationalen Konzertbühnen (u.a. Kioi Hall, Tokio und Wigmore Hall, London) Erfolge feiert.
Im Juni 2011 hat Lech Antonio für EMI Classics die Streichquartette „Different Trains“ & „Triple Quartet“ von Steve Reich aufgenommen. Im Februar 2009 spielte er in der Tonhalle Zürich die Solo-Viola in R. Strauss’ „Don Quixote“ unter der Leitung von Maestro Roberto Benzi; Solocellist war Thomas Demenga. Im Juni 2009 nahm er an der renommierten „International Music Academy – Switzerland“, geleitet von Maestro Seiji Ozawa, mit Konzertauftritten im Théatre des Champs-Élysées in Paris und in der Victoria Hall in Genf, teil.
Lech Antonio Uszynski ist Preisträger zahlreicher nationaler wie auch internationaler Förderpreise und Wettbewerbe. Er gibt regelmässig Solo- und Kammermusikkonzerte in der Schweiz und im Ausland und gastiert bei internationalen Festivals wie u.a. dem Schleswig-Holstein-Musikfestival und den Interlaken Classics 2011. Er spielte u.a. mit der Baden-Baden Philharmonie unter der Leitung von Maestro Pavel Baleff , dem Bron Chamber Orchestra, den Jungen Münchner Pilharmonikern sowie dem Aukso Kammerorchester. Lech Antonio Uszynski war auch als Kammermusikpartner mit Zakhar Bron, Antoine Tamestit, Gerard Wyss, Yulianna Avdeeva etc. tätig. Das „Duo Cremona“, welches Lech Antonio Uszynski mit dem Pianisten Andriy Dragan (Gewinner des „Prix Credit Suisse Jeunes Solistes“ 2009) gründete, ist Preisträger 2011 des Wettbewerbs ORPHEUS.

Lech Antonio spielt auf einer A. Stradivari Viola “Gibson”, Cremona 1734, die ihm freundlicherweise von der Stradivari Stiftung Habisreutinger zur Verfügung gestellt wird.

Sebastian Bohren, Violine
1987 in Winterthur geboren, erhielt seine Violinausbildung in Zürich von Jens Lohmann und Prof. Zakhar Bron. Weitere Impulse durch Ana Chumachenco, Thomas Brandis, Ingolf Turban und Robert Zimansky.
Als Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs debütierte er 2006 mit der Camerata Zürich, 2007 mit dem Zürcher Kammerorchester unter Leitung von Muhai Tang in der Tonhalle Zürich. Seither führt ihn eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker in viele Länder Europas.
Sebastian Bohren ist Stipendiat der Stiftung LYRA und hat zahlreiche Förderpreise von Schweizer Stiftungen erhalten. Im Juli 2011 gewann er den Curt Dienemann Musikpreis in Luzern sowie ein Stipendium der Carl Hirschmann Stiftung.
Wiederholte Auftritte in Schweizer Radio und Fernsehen zeugen ebenso von seiner Begabung wie die Uraufführung diverser Werke für Violine solo. Als Mitglied diverser Ensembles, wie dem London Steve Reich Ensemble und dem Zürich Piano Quartett Teilnahme an vielen Festivals sowie CD-Aufnahmen (EMI).
2012 wird Sebastian Bohren unter anderem auf Tournee mit der Bayerischen Philharmonie als Solist in München, Wien und Zürich zu hören sein.
Sebastian Bohren spielt auf Violinen von Lorenzo Storioni und Michael Rhonheimer (Baden 2006)

Olga Volkova, Violine
Olga Volkova wurde 1991 im russischen Arsenjew geboren. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie im Alter von 7 Jahren an einer Musikschule in Wladiwostok. Nach weiteren 2 Jahren wurde Volkova auf Grund ihrer musikalischen Begabung eingeladen, ihre Ausbildung an der S. Prokofiew Musikschule und an der fernöstlichen Akademie der Künste Wladiwostock bei Prof. Kalman fortzusetzen. Zahlreiche Auftritte in Konzerten und TV Programmen sowie Wettbewerben kennzeichneten den Weg der jungen Geigerin, die schon früh für ihre musikalische Aussagekraft gelobt wurde. Der berühmte Cellist M. Rostropowitsch wurde auf Volkova aufmerksam und lud sie für die weitere musikalische Vervollkommnung nach Moskau ein.
Im Jahr 2002 wird sie Schülerin an der Spezialschule des Moskauer Tschaikowsky Konservatoriums in der Klasse von Prof. I.Botschkova. Die junge Geigerin wurde auch in die Rostropowitsch, V. Spivakov und “Neue Namen”-Stiftung aufgenommen. Neben privaten Unterrichtsstunden bei M. Rostropowitsch lud Prof. Zakhar Bron die 13-Jährige Schülerin ein, nach ihrer Schule die Ausbildung in seiner Meisterklasse in Köln fortzusetzen.
Volkova konzertiert in bedeutenden Konzerthallen Russlands, Europas und den USA als Kammermusikerin und Solistin verschiedener Orchester. Sie ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Im Jahre 2007 ging Sie als 16-Jährige siegreich aus dem Moskauer Paganini Wettbewerb hervor.
Seit 2009 studiert Volkova an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Bron.

Karolina Öhman, Cello
Karolina Öhman studierte bei Torleif Thedéen, Thomas Demenga und Thomas Grossenbacher und schloss im Juli 2010 ihr Solistendiplom an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Karolina trat als Solistin auf mit dem Sinfonieorchester Basel, dem Akademischen Kammerorchester
Zürich und dem Helsingborg Symphonieorchester in Schweden. Sie spielte als Gast in verschiedenen Ensembles wie Ensemble Intercontemporain Paris, Ensemble Phoenix Basel und Collegium Novum Zürich, und für die Saison 2007/2008 war sie Praktikantin im Tonhalle-Orchester Zürich. Sie gewann mehrere Preise bei verschiedenen Wettbewerben wie den Förderpreis beim Domnick Cellowettbewerb in Stuttgart, den 1. Preis beim ZHdK Wettbewerb für zeitgenössische Musik sowie einen Interpretationspreis von den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt. Daneben erhielt sie verschiedene Stipendien, unter anderem von der Stiftung Lyra, der Pierino Ambrosoli Foundation und der Ernst Göhner Stiftung und wurde 2010 in die Konzertvermittlung des Migros-Kulturprozent aufgenommen.

Erika Öhman, Schlagzeug
Erika Öhman studierte bei Anders Loguin an der Musikhochschule in Stockholm und bei Neil Percy und Kurt-Hans Goedicke an der Royal Academy of Music in London, wo sie mit First Class Honours in 2007 abschloss. In London wurde sie zweimal mit dem Zildjan Preis für Schlagzeug ausgezeichnet, sowie dem London Symphony Orchestra Preis für beste junge Schlagzeuger/Schlagzeugerin. Während des Studiums war sie Mitglied des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) sowie das Schleswig-Holstein Musik Festival Orchesters. Nach dem Studium arbeitete Erika als Gast in verschiedenen Orchestern, wie z.B London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, und dem Philharmonischen Orchester in Stockholm. Sie spielte als Solistin mit unter anderem dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und dem Hallé Orchestra in Manchester. Seit 2008 ist sie beim Hallé Orchestra fest angestellt als alternierende Schlagzeugerin, und seit 2009 Mitglied des Amorpha Ensembles in London.

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