12. Juli - Sobasket
Beginn: 10:30
Dauer: ca. 70 Minuten (keine Pause)

Matinée: KAMMERMUSIK

Streichsextette von Richard Strauss, Alexander Borodin und Johannes Brahms. Es spielen Stipendiaten der Stiftung Lyra: Sebastian Bohren und Simon Wiener (Violine), Constanze Eliane Müller und Lech Antonio Uszynski (Viola), Eva de la Torre Lüderitz (Cello) und Christoph Croisé (Violoncello).

Die Stiftung Lyra, gegründet 1995 in Zürich vom Privatbankier Hans Vontobel, unterstützt hochbegabte Musikerinnen und Musiker aus allen Bereichen mit individuellen Stipendien und Zuwendungen für Meisterkurse. Bei den Hoffestspielen sind Stipendiaten dieser Stiftung mittlerweile Stammgäste, heuer werden sechs von ihnen anreisen.

Ihr Programm

  • Richard Strauss (1864 - 1949): Streichsextett op. 85 aus der Oper “Cappriccio”
    Andante con moto
  • Alexander Borodin (1833 - 1887): Streichsextett in D-Moll (Fragment)
    I.Allegro
    II.Andante
  • Johannes Brahms (1833 - 1897): Streichsextett B-Dur op.18
    I.Allegro ma non troppo
    II.Andante, ma moderato
    III.Scherzo. Allegro molto - Trio - Coda
    IV.Rondo: Poco Allegretto e grazioso

Musiker

Sebastian Bohren, Violine
Der 27-jährige Schweizer Sebastian Bohren ist ein vielseitiger Violinist. Ausgebildet an den Musikhochschulen in Zürich, München und Luzern zählten Zakhar Bron, Ingolf Turban und Igor Karsko zu seinen Lehrern. An der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein arbeitet er mit Ana Chumachenco. Sebastian ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und Förderpreise. Als Solist gastiert er unter anderem in der Zürcher Tonhalle, dem Wiener Konzerthaus, der Münchner Residenz, dem KKL Luzern, dem National Center for Performing Arts Beijing, mit Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, Luzerner Sinfonieorchester, Staatskapelle St. Petersburg, Lucerne Chamber Orchestra, Shanghai Philharmonic Orchestra, Camerata Zürich und vielen anderen. Als Kammermusiker tritt Sebastian Bohren weltweit an Festivals auf. Dabei arbeitet er mit Musikern wie Dmitry Sitkovetsky, Fazil Say, Thomas Demenga, Antoine Tamestit, Roby Lakatos, Benjamin Schmid, Konstantin Lifschitz und Ensembles wie dem Schumann und dem Casal Quartett zusammen. 2015 erscheinen Aufnahmen mit Ignaz Pleyels Violinkonzert bei der Sony BMG, mit dem Orchestra di Padova, sowie Beethovens Violinkonzert mit den Chamber Aartists. Bohren ist seit 2013 Mitglied im Stradivari Quartett. Er spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch die Stiftung Habisreutinger.
www.sebastianbohren.com

Simon Wiener, Violine
Simon Wiener (1994, Schweiz) begann als Fünfjähriger mit dem Violinspiel. Lange Jahre durch Jens Lohmann gefördert, studiert er heute an der Musikhochschule in Zürich bei Prof. Zakhar Bron. Zahlreiche Meisterkurse bei Persönlichkeiten wie Ana Chumachenco, Ingolf Turban oder Pavel Vernikov bereichern seine Ausbildung.
Simon ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und Förderpreise, unter anderem erhielt er 2008 den Förderpreis beim Klassik Preis Österreich und den 1. Preis mit Auszeichnung beim Schweizer Jugendmusikwettbewerb 2010 in den Kategorien Komposition und Violine. 2012 gewann er erneut in beiden Kategorien einen 1. Preis mit Auszeichnung. Im selben Jahr gewann er den 3. Preis beim Internationalen Wieniawski-Lipinski-Wettbewerb in Lublin, Polen. 2014 gewann er den 3.Preis am Musikwettbewerb des Rahn Kulturfonds in Zürich.
Simon Wiener konnte sein Talent bereits in zahlreichen Konzerten in ganz Europa entfalten. Unter anderem trat er mit dem St.Petersburg Hermitage Orchester, der Jungen Münchner Philharmonie, dem Kammerorchester Pforzheim und vielen anderen als Solist auf.

Constanze Eliane Müller, Viola
wurde 1995 in Ulm als Tochter zweier Musiker geboren. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie bei ihrem Vater und später im Rahmen der kantonalen Talentförderung an der Musikschule Konservatorium Bern bei Bartek Niziol. Im Jahr 2012 nahm sie in den Sommerferien eine Viola in die Hand und war verliebte sich in deren Klang.
Seit August 2013 erhält sie Unterricht bei Gertrud Weinmeister an der HKB in Bern. Weitere wichtige Impulse verdankt sie Jefim Skolnik, Dora Bratchkova und Veronika Hagen. Im Sommer 2014 nahm sie am Meisterkurs bei Hariolf Schlichtig in Lugano teil. Im Oktober 2014 wurde Constanze eingeladen, am Kammermusikmeisterkurs der Kronberg Akademie teilzunehmen.
Constanze war mit der Violine mehrfache Preisträgerin des Wettbewerbs “Jugend musiziert” und des “Schweizerischen Jugend Musik Wettbewerbs”. Ebenso gewann sie den ersten Preis beim internationalen Musikwettbewerb in Musile di Piave. 2014 erhielt Constanze einen ersten Preis im Finale des Schweizerischen Musikwettbewerbs im Fach Viola. Schon als 10-jährige trat sie erstmals als Solistin mit Orchester auf. Zuletzt spielte sie im Dezember 2013 als Solistin mit dem Jugend Sinfonie Orchester Konservatorium Bern Carl Maria von Webers Andante und Rondo Ungarese. Seit 2013 nimmt Constanze regelmässig an den Projekten der Mannheimer Philharmoniker teil.

Lech Antonio Uszynski, Viola
wurde 1986 als Sohn einer polnischen Musikerfamilie in Padova (Italien) geboren und wuchs in der Schweiz auf. Sein Studium begann er bei Prof. Ana Chumachenco an der Zürcher Hochschule der Künste und setzte dies bei Prof. Zakhar Bron fort, wo er 2007 sein Konzertdiplom erlangte. Ausserdem schloss er ein Kammermusikstudium mit Auszeichnung bei Prof. Gerard Wyss ab. Auf der Bratsche erhielt er wichtige musikalische Impulse von Maestro Rudolf Barshai.

Lech Antonio ist Bratschist im Stradivari-Quartett mit welchem er auf internationalen Konzertbühnen (u.a. Kioi Hall, Tokio und Wigmore Hall, London) Erfolge feiert.

Im Juni 2011 hat Lech Antonio für EMI Classics die Streichquartette “Different Trains” & “Triple Quartet” von Steve Reich aufgenommen. Im Februar 2009 spielte er in der Tonhalle Zürich die Solo-Viola in R. Strauss’ “Don Quixote” unter der Leitung von Maestro Roberto Benzi; Solocellist war Thomas Demenga. Im Juni 2009 nahm er an der renommierten “International Music Academy – Switzerland”, geleitet von Maestro Seiji Ozawa, mit Konzertauftritten im Théatre des Champs-Élysées in Paris und in der Victoria Hall in Genf, teil.

Lech Antonio Uszynski ist Preisträger zahlreicher nationaler wie auch internationaler Förderpreise und Wettbewerbe. Er gibt regelmässig Solo- und Kammermusikkonzerte in der Schweiz und im Ausland und gastiert bei internationalen Festivals wie u.a. dem Schleswig-Holstein-Musikfestival und den Interlaken Classics 2011. Er spielte u.a. mit der Baden-Baden Philharmonie unter der Leitung von Maestro Pavel Baleff , dem Bron Chamber Orchestra, den Jungen Münchner Pilharmonikern sowie dem Aukso Kammerorchester. Lech Antonio Uszynski war auch als Kammermusikpartner mit Zakhar Bron, Antoine Tamestit, Gerard Wyss, Yulianna Avdeeva etc. tätig. Das „Duo Cremona“, welches Lech Antonio Uszynski mit dem Pianisten Andriy Dragan (Gewinner des „Prix Credit Suisse Jeunes Solistes“ 2009) gründete, ist Preisträger 2011 des Wettbewerbs ORPHEUS.

Lech Antonio spielt auf einer A. Stradivari Viola “Gibson”, Cremona 1734, die ihm freundlicherweise von der Stradivari Stiftung Habisreutinger zur Verfügung gestellt wird.

Eva de la Torre Lüderitz, Cello
wurde 1993 in Spanien geboren. Von 2009 bis 2013 studierte sie Cello in England, zuerst an der Yehudi Menuhin School und dann am Royal College of Music bei Thomas Carroll. Außerdem nahm sie Unterricht bei Musikern wie Heinrich Schiff, Sol Gabetta, Gary Hoffman, Jens Peter Maintz and Jean Guihen Queyras. Eva erhielt unter anderem folgende Stipendien und Preise: The Lee Abbey Award, Schloss Beuggen Stipendium, Stipendium der Hochschule für Musik Basel und den Entrance Performance Prize des Royal College of Music in London.
Sie machte Einspielungen für das Teatre Nacional in Katalonien und für das BBC Orchestra in London.
Regelmäßig gibt sie Solo-, Kammer- und Orchesterkonzerte in England, u.a. in der Wigmore Hall, Festival Hall, Windsor Castle, National Gallery und Yehudi Menuhin Hall und in Spanien im Auditori Nacional de Barcelona, Teatre Victoria und Liceu Opernhaus. Eva gastierte auch in China, Deutschland, der Schweiz und Österreich. Seit 2013 studiert Eva an Hochschule für Musik in Basel bei Thomas Demenga.

Christoph Croisé, Violoncello
Christoph Croisé (1993, Schweiz) erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sieben Jahren. Seit 2007 wird er von Alexander Neustroev, Solocellist im Tonhalle Orchester Zürich, unterrichtet. Er nahm an Meisterkursen bei David Geringas, Frans Helmerson, Thomas Demenga, Michael Sanderling,
Wen-Sinn Yang, Martin Löhr, Yvan Chiffoleau und Walter Grimmer teil.
Christoph gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, unter anderem den 14. Wettbewerb für junge Musiker in Belgrad sowie den IBLA Grand Prize in Sizilien. Daraufhin wurde er auf verschiedene Konzerttourneen eingeladen (u.a. „Stars of Tommorrow“ 2010). 2011 gab er sein Debüt in der Carnegie Hall in New York, 2012 spielte er ebenda Tschaikowkis Rokoko-Variationen, begleitet vom Musical Olympus Festival Orchestra.
Als Solist trat er außerdem mit dem Staatlichen Sinfonieorchester Baku/Azerbaijan, dem Skyline Symphony Orchester Frankfurt, der Camerata Zürich, der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz, dem Symphonieorchester der Staatskapelle St. Petersburg/Russland und dem Philharmonischen Orchester Budejovice auf, u.a. unter der Leitung von M.Sanderling, L. Gendre, A.Guliyev, A. Ardal und D. Botinis.
www.christophcroise.com

Kammermusik (1)Kammermusik (3)Kammermusik (2)

Zurück zur Spielplan-Übersicht.