18. Juni - Mi
Beginn: 20:30
Dauer: ca. 70 Minuten (keine Pause)

Schauspiel: HÄUPTLING ABENDWIND oder: Das gräuliche Festmahl

von Johann Nestroy, mit einem musikalischen Vorspiel (Lieder mit Texten nach Elfriede Jelineks Dramolett “Präsident Abendwind”)

Mit: Josephine Bloéb, Stefan Gorski, Balint Toth, Luka Vlatkovic und Lukas Watzl.
Musikalische Gestaltung: Luka Vlatkovic
Ausstattung: Meo Smeik
Regie: Felix Hafner

Gastspiele vom Max Reinhardt Seminar haben im Theater Meggenhofen bereits 1971 begonnen und die Tradition konnte 2008 wieder aufgenommen werden. Die Kooperation mit dem Max Reinhardt Seminar ermöglicht, Inszenierungen junger RegiestudentInnen zu zeigen, und damit eine Plattform für den Nachwuchs zu bilden.

Häuptling “Abendwind der Sanfte” hat Häuptling “Biberhahn” zu einem Schmause eingeladen, um über politische Angelegenheiten zu verhandeln. Dummerweise können Abendwinds Jäger auf seiner Insel weder Wildbret, Fisch noch Sklaven finden, die der Koch den beiden Häuptlingen zum Diner bereiten könnte. Deshalb erscheint Arthur, ein gestrandeter Fremdling, genau zum rechten Zeitpunkt. Obwohl sich Arthur in Abendwinds schöne Tochter Atala verliebt, kommt der Fremdling in die Küche.
Die beiden Häuptlinge speisen hervorragend, bis Biberhahn für seinen Sohn Arthur um die Hand Atalas anwirbt. Als die Beschreibung Arthurs genau auf die des Fremdlings zutrifft, bleibt Abendwind das Herz stehen …
Eine Stunde vergnügliche Zivilisationskritik endet mit Handshakes, Lächeln und Gesang für die Kamera nach dem Motto: Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!
Der Regisseur Felix Hafner präsentiert mit Schauspielstudierenden des Max-Reinhardt-Seminars eine moderne Version dieser Burleske.

Um die Aktualität des Stückes hervorzuheben, wird der Aufführung ein exklusiv gestaltetes Vorspiel vorangestellt. Es ist eine Montage von Liedern und Texten aus Elfriede Jelineks Dramolett “Präsident Abendwind”.

Pressestimme zu Elfriede Jelineks “Präsident Abendwind”
Die Forderungen nach dem Rücktritt des österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim unterstützte Jelinek 1987 mit diesem Dramolett, das sich um einen dem Kannibalismus frönenden, vergesslichen Präsidenten dreht. “Jelineks Sprache braucht sich dabei nicht hinter Nestroys wortspielerischen Kapriolen zu verstecken: eine Mischung aus Blödelei und bösem Blick, gewürzt mit Elementen von Groteske und Zeitkritik…..” Süddeutsche Zeitung

Felix Hafner (geb. 1992 in Voitsberg, Steiermark)
Seit 2012 studiert Felix Hafner Regie am Max-Reinhardt Seminar. “Häuptling Abendwind” ist seine Semesterarbeit in seinem 2. Studienjahr.

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