19. Juni - Sa
Beginn: 20:30
Spieldauer: 120 min (inkl. Pause)
ausverkauft

Gemeindebau 4 Uhr früh

Humorvolle Lesung mit Musik.
Erwin Steinhauer liest und die OÖ. Concert-Schrammeln geigen auf!

Erwin Steinhauer ist ohne Frage einer der vielseitigsten und in jedem Fall einer der bekanntesten Künstler unseres Landes. Er begann als Kabarettist, spielte am Burgtheater und wirkte in zahlreichen Filmen und Fernsehserien mit.

Erwin Steinhauer (geboren am 19. September 1951 in Wien) begann zunächst ein Studium, bevor er sich entschied, zum Schauspiel bzw. zum Kabarett zu wechseln. Mit Freunden gründete er das Kabarett Keif, mit dem er Engagements in Deutschland und Österreich hatte. Seit 1982 bringt er zahlreiche Soloprogramme (z. B. Entlassen, Kopf hoch, Café Plem-Plem, Auf der Schaufel) heraus. Zu den jüngeren Produkten zählen “Was lachen Sie?”, ein Farkas/Grünbaum Programm mit Heinz Marecek und “Ausrichten”, ein Lebensprinzip mit Rupert Henning, mit dem er auch für den Kinofilm Freundschaft vor der Kamera stand.

Als Kabarettist erhielt er zahlreiche Preise u. a. den österreichischen Kleinkunstpreis und den Salzburger Stier.

Als Theaterschauspieler war er u. a. bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Dem Ensemble des Theaters in der Josefstadt gehörte er zwischen 1988 und 1996 an. Der Publikumsliebling hatte hier in sehr unterschiedlichen Rollen zahlreiche Erfolge, u. a. war er der Zwirn in Der böse Geist Lumpazivagabundus, Oskar in Geschichten aus dem Wiener Wald, Bankier Natter in Das Weite Land, aber spielte auch in Othello darf nicht platzen und führte Regie.
In der Spielzeit 2006/07 beeindruckte er als Vater in “Das Fest”, 2009/10 verkörperte er den Professor Immanuel Rath in Der blaue Engel.
Dem breiten Publikum ist Erwin Steinhauer durch seine Fernseharbeiten bekannt. In der ORF-Krimireihe Trautmann trieb er einige Folgen lang als zwielichtige Abgeordneter sein Unwesen. 2000 bis 2003 verkörperte er den Gendarmen Simon Polt in der Polt-Krimireihe von Alfred Komarek.

Die OÖ. Concert-Schrammeln sind, 1999 gegründet und 2009 neu formiert, Mitglieder der Öst. Salonisten, Lehrer im OÖ. Landesmusikschulwerk sowie Solisten, Kammer- und Orchestermusiker. Sie spielen originale Schrammelmusik von Johann und Josef Schrammel, Mikulas, Sioly, den Sträußen, Ziehrer, Strohmayer u.v.a.

Peter Gillmayr: 1. Violine
Hans Gstöttner: 2. Violine
Andrej Serkov: Harmonika
Guntram Zauner: Kontragitarre

Was ist Schrammelmusik?
Wie zum Beispiel Tango, Fado, oder Rembetiko ist Schrammelmusik in einer Stadt entstanden und sowohl Volks- als auch Kunstmusik. Dass ein ganzer Musikstil nach einem Brüderpaar benannt ist, zeigt die Ausnahmestellung der “Schrammeln” in der ohnehin schon so kreativen Musikszene Wiens Ende des 19. Jahrhunderts.
Illustriertes Wiener Extrablatt, 7. Oktober 1883: “…Da wird mit einem Fiedelbogen auf den Resonanzboden einer Geige dreimal geklopft. Drei Zauberschläge. In einem Nu ist der Lärm verstummt, eine heilige Ruhe herscht in dem Saal, der plötzlich in eine Kirche umgewandelt zu sein scheint, und aller Augen sind nach dem Podium gerichtet, auf welchem drei Männer sitzen. Zwei legen den Bogen auf die Saiten, der dritte hat die Finger auf den dicken Leib seiner Gitarre gelegt, das sind die Schrammeln. Da gibt es keine Claque, keine bezahlten Applaus-Fabrikanten, keine befreundeten Stimmungs-Erzeuger, da gibt es nur Verehrer und Fanatiker, die ernstlich bös werden können, wenn jemand während der Produktion mit dem Sessel rückt oder ein lautes Wort spricht. …”
Im Jahr 1878 überredete der Geiger Josef Schrammel seinen älteren Bruder Hanns Schrammel zur Gründung eines Terzetts mit dem Kontragitarristen Anton Strohmayer, das bald mit dem Klarinettisten Georg Dänzer (Picksiaßes Hölzl) zu einem Quartett erweitert werden sollte. Später spielten die Schrammeln dann mit dem Harmonikaspieler Anton Ernst. In der kurzen Zeit ihres Schaffens (die Brüder starben 1893 bzw. 1895) entstanden viele weltberühmte Kompositionen.
Heute spielen Schrammelquartette natürlich nicht nur Kompositionen der Brüder Schrammel, sondern selbstverständlich auch von deren Zeitgenossen, großen Musikern der Zwischenkriegszeit (zum Beispiel der virtuosen Brüder Mikulas) bis zu heute komponierten Weana Tanz, Märschen, Walzern, Charakterstücken, Liedern etc.

Karin Meindlhumer, Weinakademikerin, präsentiert an diesem Abend “Wein aus Wien”:
Den traditionellen G´mischten Satz, die “Schrammler Grande Reserve” und interessante, samtige, vielschichtige Rotweine.
Die “Wien Wein”-Winzer verbindet Enthusiasmus, bedingungslose Konzentration auf Qualität, viel Verständnis für die eigenen Wurzeln verbunden mit Mut zum gelegentlichen Bruch von Traditionen.

Erwin Steinhauer Foto von p.domenigg/filmstills.at
OÖ. Concert-Schrammeln

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