12. Juni – Do
Beginn: 20:30
Dauer: ca. 140 Minuten (inkl. Pause)

Komödie: DER REVISOR

Komödie von Nicolai Gogol

Gastspiel des Schauspielhauses Salzburg
Regie: Christoph Batscheider
Mit: Simon Ahlborn, Martin Brunnemann, Tom Enzi, Ute Hamm, Theo Helm, Marcus Marotte

Eine kleine Stadt in der tiefsten russischen Provinz. Der rührige Stadthauptmann Antón Antónowitsch hat sein überschaubares Gemeinwesen aufs Beste organisiert: Alles läuft wie geschmiert, eine Hand wäscht die andere, und kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Ämter und Pfründe sind gerecht unter den Freunderln verteilt, und jeder hat soviel Dreck am Stecken, dass man sich gegenseitig nichts vorzuwerfen braucht. Wer fragt schon nach Steuergeldern, Subventionen und Gehältern? Moskau ist schließlich weit, weit weg.
Doch mit einem Schlag ist es vorbei mit der bestechlichen Behaglichkeit. Eine unangenehme Nachricht versetzt die Gemeinde in helle Aufregung: Ein Revisor aus Moskau reise inkognito durch die Provinz und sei auf dem Weg in die Stadt. Zur selben Zeit ist im Gasthaus ein junger Mann abgestiegen, ein gewisser Chlestaków. Seit Tagen wohnt er schon dort und hat noch keine einzige Rechnung bezahlt. Die aufgeregte Provinzmafia hält ihn für den gestrengen Revisor. Und ehe er es sich versieht, hat er das beste Essen auf dem Tisch und die Taschen voller Geld …

Pressestimme

“Christoph Batscheider hat diese bitterböse Komödie über menschliche Heuchelei mit viel Musik und russischem Flair in Szene gesetzt, wobei Lächerlichkeit und Absurdität im Vordergrund stehen. Die schrägen Kostüme (Isabel Graf) passen hervorragend zu den skurrilen Figuren. Die Fassade eines Hotels, eines Postamtes und davor die gestürzte Figur eines Diktators als Sitzbank (Bühne: Tobias Kreft) verstärken den Eindruck eines Potemkinschen Dorfes, dem jede Substanz fehlt, alles nur Schall und Rauch. Ein Stück über betrogene Betrüger sorgt immer für Heiterkeit, ein Publikumserfolg ist vorprogrammiert.” – Dorfzeitung

“Batscheider macht mit Aktualisierungen des Texts darauf aufmerksam, dass Korruption nicht bloß ein Phänomen im zaristischen Russland des 19. Jahrhunderts gewesen ist, sondern in der Gegenwart die tollsten Blüten treibt. Es fallen Namen wie Grasser und Strasser, auch der Salzburger Finanzskandal bleibt nicht unerwähnt.” – SN

Foto: Schauspielhaus/Riebler 1-Revisor-Schauspielhaus-Riebler--(2)

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